Kleben von Kunststoffen.

Gerade Kunststoffe lassen sich nicht so einfach kleben. Solche Zwischenlagen wie Mikarta, oder ähnliches das auf Epoxidharzlaminat oder Polyakryllaminat besteht, lässt sich meist problemlos mit Epoxitharzen oder Polyurethan kleben. Alle Folien wie PVC, Polyethylen und Polypropylen oder gar Teflon sind schwer zu kleben. In der genannten Reihenfolge werden die Moleküle unpolarer und bieten immer weniger Van der Waalskräften Potential. Die  abgeschlossenen Ketten und das Fluor ziehen die Kräfte nach innen und lassen nach außen kaum Klebepotential.

Üblicherweise wird Potential geschaffen, indem in einer Plasmaanlage die Moleküle der Oberfläche verändert werden. Es werden einzelne Atome ausgetauscht oder Verbindungen aufgetrennt. damit entstehen offene Brücken für die Klebstoffe. Wir haben keine Plasmaanlage, aber es geht auch mit Feuer. Die gereinigte Oberfläche mit einer Gasflamme überstreichen. Keine Kerze, die gibt zu viel Ruß ab. Dazu muss die Oberfläche weder aufschmelzen noch verkohlen, es muss nur die erste Atomlage teilweise ausgebrannt werden. Der dabei angelagerte Sauerstoff ist meist nur unvollständig gebunden. Ebenso bleiben OH Brücken offen die als Kontaktpunkte dienen. Noch besser kleben Kunststoffe mit einem Aktivator der Brücken zum Kunststoff bildet.

 

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Haken fallen von der Wand, Post-It`s fliegen davon, die neuen Aufkleber im Fenster oder auf dem Auto überleben nicht einmal die erste Sommerbrise?
Hier erfahrt ihr warum das so ist und wie es in Zukunft anders wird! Ich stelle euch die gängigsten Klebe- und Fügetechniken für Industrie- und Heimbedarf vor und erkläre euch sogar warum sie funktionieren (oder eben nicht funktionieren)!

 

Und nebenbei, wenn der Kleber mal wieder trocknen muss, beschäftige ich mich mit Metallbearbeitung, Messerfertigung und Mineralien.

 

Hier gibt es immer was zu tun!